Presse


Der Barbier von Bagdad

Breslau, o. Titel, o. D. (1895)

„Mit seltenem Wagmute erbot sich Herr Reichenberger, ein blutjunger Capellmeister-Eleve des Stadttheaters, der als Correpetitor bei den Proben assistirt hatte, die Leitung zu übernehmen, obwohl er bisher noch niemals den Dirigentenstab über ein größeres Werk geschwungen hat.

Trotz der immensen Schwierigkeit der gerade hier vorliegenden Aufgabe, gelang das kühne Wagniß. Herr Reichenberger bewährte eine überraschende Umsicht und eine starke kapellmeisterliche Begabung, die ihm die Aussicht auf eine sehr ersprießliche Dirigenten-Laufbahn öffnen.“

Meistersinger von Nürnberg,

Stuttgart
Ohne Titel, o. D. (April 1899)

Ein großer Theil des Verdienstes an trefflicher Wiedergabe des herrlichen Werkes gebührt einem Münchner, dem jungen Kapellmeister Hugo Reichenberger, der sich die größte Mühe mit der Einstudirung gegeben hat.

Stuttgarter Neues Tagblatt, o. D. (April 1899)

„Ein Wort besonderer Anerkennung sei Herrn Reichenberger für die ausgezeichnete Interpretation des Wagner’schen Kunstwerkes ausgesprochen. Sein impulsives Temperament, seine starke rhythmische Ader, die liebevolle Sorgfalt und Spannung, mit der er alle Vorgänge auf der Bühne und im instrumentalen Getriebe überwacht und übersieht, spornten auch alle ausführenden Kräfte, einschließlich der Chöre, zu außergewöhnlichen Leistungen an.“

Die Regimentstochter

mit Anna Sutter
Luzerner Tagblatt, (24. Juni 1899)

„Auch das Orchester mit den diversen Hoboe-, Horn-, Cello-, Flöten-Soli spielte schwungvoll und diskret. Hr. Hofkapellmeister Hugo Reichenberger hat eben das ganze Getriebe fest an der Spitze seines Taktstockes, den er mit unnachahmlicher Ruhe, Energie und Eleganz führt.“

Tristan und Isolde,

Augsburg
Schwäbische Volkszeitung, (29. März 1915)

„Die musikalische Leitung hatte Herr Hofkapellmeister Reichenberger-Wien in der Hand, in einer wohlerfahrenen, festen, jeweils aber auch sehr poetisch führenden Hand; wie wunderschön erklang doch z. B. das Orchester im 2. Akt! In der Bewältigung seiner Riesenaufgabe leistete dieses auch Bewundernswertes.“

Jenůfa

Wiener Salonblatt, (23. Februar 1918)

„Jenufa hat eine gar herrliche Aufführung, eine prachtvolle Inszenierung und eine vorzügliche Einstudierung dem Werke angedeihen lassen. Und bedeutender Erfolg, wenngleich er bei der Erstaufführung von konnationaler Seite ein wenig überforciert schien, war der reiche Lohn für diese Liebesmühe. (…) Die Inszenierung des Herrn v. Wymetal ein Kunstwerk, die musikalische Leitung des Herrn Reichenberger hingebungsvoll und mit feinem Verständnis.“

Neues Wiener Tagblatt, (17. Februar. 1918)

„Gekrönt aber wird das Ganze von den unübertrefflichen Leistungen des delikaten Orchesters (…) der in Freiheit sich bewegenden Chöre und Ensembles, der von ihren schweren, aber dankbaren Aufgaben über das gewöhnliche Maß weit hinaus getragenen Sängern und Sängerinnen.

Ihnen allen scheint das bloße Bewußtsein von der Geistesgegenwart ihres Herrn und Exerziermeisters Reichenberger zu genügen; sein Korporalstock war zum Feldherrnstabe geworden, und es bedurfte kaum eines Winkes, um einen etwa schwankenden Pfeiler des allerdings nicht in die Wolken ragenden, sondern solid auf dem Boden ruhenden Tonbaues zu stützen.“

Wiener Montags-Journal, (18. Februar. 1918)

„(…) und über der ganzen Aufführung waltete die sorgsame und sicher führende Hand des Herrn Reichenberger.“

Wiener Neueste Nachrichten, (18. Februar. 1918)

„Hofkapellmeister Reichenberger bewährte als Leiter der Opernaufführung geniale Einfühlung und Treue zum Original. Fr. Jeritza war als Titelheldin auf der Höhe der Seelendramatik.“

Siegfried

Coburger Zeitung, (28. Februar. 1920)

„Durch die musikalische Leistung des Herrn Hofkapellmeisters Reichenberger erhielt der musikalische Teil der Vorstellung eine besondere Note. Über ganze Strecken kam eine weihevolle Stimmung durch entsprechende Behandlung des Orchesterparts, an vielen Stellen war zu erkenn, daß ein anderer Kapellmeister am Pult stand, der wohl mit seinem ganzen Fühlen in der Musik aufging. (…) Daß er ein hochbegabter Musiker und ein glänzender Dirigent ist, war zu hören und zu sehen.“

Aida

Neue Freie Presse, (4. März. 1921)

„Herrn Hugo Reichenberger fiel die schwierige Aufgabe zu, die disparatesten Temperamente und Auffassungen von Zeitmaß und Rhythmus unter einen Hut zu bringen. Er löste sie mit oftbewährter Umsicht und Geistesgegenwart.“

Konzert Erik Schmedes,

Musikverein
Neue Freie Presse, (11. März. 1923)

„Das Orchester lenkte, in der Wagner-Bibel wohl belesen, Herr Kapellmeister Reichenberger.“

Die Entführung aus dem Serail

Grazer Tagespost, (19. Juni 1923)

„Ein Wort des Lobes gebührt Kapellmeister H. Reichenberger. Getreulich über der Partitur wachend, verteilte er mit feiner Hand Belichtungen und Beschattungen und vermittelte uns so einen köstlichen Mozartabend.“

Walküre

Neues Wiener Journal, (23. März. 1935)

„Kapellmeister Reichenberger ließ das Orchester frei strömen und erreichte mit dieser Art des „Spielenlassens“ viel Klangschönheit.“

Troubadour

Neues Wiener Journal, (23. Mai. 1935)

„Kapellmeister Reichenberger am Pult begleitete den Gast (August Seider) so anschmiegsam als möglich.“

Rigoletto

Neues Wiener Journal, (20. März. 1936)

„Hugo Reichenberger am Kapellmeisterpult begleitete die oft improvisationsartigen Rubati – wie sie Lauri-Volpi gelegentlich liebt – mit leichtester Hand. Es gehört die Erfahrung eines lebenslangen Kapellmeisterhandwerks dazu, dergleichen zu „akkompagnieren“, ohne daß, wenn schon nicht ein Schmiß, so doch leichtere Schwankungen entstehen…..“

Der Zigeunerbaron

Tagblatt, o. D. (Juni 1935)

„Die musikalische Leitung hatte Hugo Reichenberger, der sich nunmmehr nach langjährigem Wirken an der Wiener Oper zum Abschied rüstet. Der freundliche Empfang bei seinem Erscheinen bekundete die tiefen Sympathien, die er sich allseits errungen hat, und der hochverdiente Künstler darf die Gewähr mitnehmen, daß das Publikum seine Tätigkeit in dankbarer Erinnerung bewahren wird. (…) Man weiß ja, daß er sein verantwortungsreiches Amt stets mit außerordentlichem Geschick und mit liebevoller Hingebung ausgeübt hat.

Er kennt wie kaum ein anderer die Tücken und Fährlichkeiten solchen Berufes, die Erfahrung, Geistesgegenwart und spontane Entschlußfähigkeit erfordern. Die Zahl der Opernvorstellungen, die er aus bedrohlicher Situation gerettet und zum guten Ende geführt hat, dürfte eine stattliche Summe ausmachen. (…) Er ist seit Jahr und Tag der Inbegriff der Stetigkeit und Verläßlichkeit gewesen, wohlbewandert in allen Zweigen seiner Kunst, in allen Stil- und Spielarten, im deutschen wie im romanischen Operngebiet, im ernsten wie im heiteren Genre. Ja, das alles auf Ehr‘, das kann er und noch mehr!“

Neues Wiener Abendblatt, (24. 8. 1935)

„Reichenberger (…) leitete nicht weniger als rund zweitausendeinhundert Aufführungen. Schon diese erstaunliche Zahl seines Erscheinens am Dirigentenpult der Staatsoper beweist die hervorragende und wichtige Stellung, die Hofrat Reichenberger als fürsorglicher und gewissenhafter Hüter der Repertoireaufführungen in den vielen Jahren innehatte. Stets war er als einer der verläßlichsten Diener am Werke, immer bereit, dem Institut zur Verfügung zu stehen, und ungezählte Male erwies er sich als Retter in der Not, wenn er bei plötzlichen Repertoireänderungen einsprang und dann mit sicherem Stabe die Vorstellung rettete. (…)

Er erwies sich auch wiederholt als hervorragender Interpret neuer Opernwerke, die er kraft seines besonderen künstlerischen Einfühlungsvermögens und seiner überlegenen Gestaltung zum Erfolg führte. Unvergessen ist vor allem seine treffliche Einstudierung der ‚Elektra‘ von Richard Strauss.“

Lohengrin

Wiener Tag, o. D. (Juni 1935)

„Sowohl vor der Ouvertüre wie auch zu Beginn des zweiten Aktes wurde Reichenberger mit lebhaftem Beifall empfangen. Als sich der Beifall zu Beginn des dritten Aktes verstärkte, erhob sich auch das Orchester zum Abschiedsgruß an seinen Dirigenten. Reichenberger richtete dann an das Haus eine kurze, herzliche Ansprache, in der er für die Ehrung dankte und mit dem Zitat aus den ‚Meistersingern‘ schloß: ‚Euch macht Ihr’s leicht, mir macht Ihr’s schwer“


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Leseprobe

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Über die Autorin

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Literatur

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